Rektor Bieger – Der Mann mit den magischen drei

Als er auf seinen ersten Tag als Student angesprochen wird, zieht ein Schmunzeln über das Gesicht des derzeitigen Rektors Thomas Bieger. «Es war von vornherein schon einmal ein sehr guter Tag, da man dafür extra Urlaub von der RS erhielt.»

 

Rektor Thomas Bieger

Auch an der Universität Basel, an welcher Bieger damals Wirtschaftswissenschaften studierte und später promovierte, wurde regelmässig eine Orientierungswoche als Einstieg für die neuen Studenten durchgeführt. Veranstaltet wurde diese in der Bibliothek, deren Atmosphäre beim jungen Studenten einen bleibenden Eindruck hinterliess. «Diese ganze Atmosphäre des Wissens und der Neugier hat mich fasziniert. Ebenso die Tatsache, Leute forschen und sich in freier Arbeit Wissen erarbeiten zu sehen.» Doch auch seine Professoren, mit welchen er teilweise noch Jahre später in Kontakt stand, beeindruckten ihn; dies insbesondere aufgrund ihrer internationalen Vernetzung, der Aktualität ihrer Forschung und ihrer Kompetenz, Hintergründe zu aktuellen Fragen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft liefern zu können. «Diese Faszination, an der Quelle von Wissen zu sein, Persönlichkeiten zu begegnen, die etwas zu sagen haben und dies auch aktiv zu tun, das hat motiviert.»
Ausrichtung im Dreiklang
Thomas Biegers Werdegang war nach eigener Aussage seit jeher durch drei Themen geprägt: Zum einen betätigt er sich in der Lehre, betreibt Forschung und publiziert, schwergewichtig im Bereich Tourismus, aber auch im Dienstleistungsmanagement und Marketing. Als zweites hatte er mehrere Leitungsfunktionen inne, war beispielsweise lange Zeit in der Geschäftsleitung der ehemaligen HWV, und auch sein aktuelles Amt als Rektor zählt in diesen Bereich. Seine Rolle als Rektor beschreibt er dabei hauptsächlich als Coaching-Funktion, wobei mit Menschen reden den Löwenanteil ausmache, sei dies mit Kollegen, Studierenden, Journalisten, Politikern oder Sponsoren. Als drittes habe er auch schon immer ein Praxisbein gehabt, sagt Bieger. Er arbeitete in verschiedenen Funktionen im Tourismus und hatte auch diverse Verwaltungsratsmandate inne. Dieser Dreiklang sei ein wenig HSG-typisch und mitunter ein Grund, warum er sich hier so wohl fühle.
Erwartungen und Ratschläge
Weiter typisch sei für die HSG auch ihr Charakter einer Willensuniversität, da rund 90 Prozent der Studenten von ausserhalb kommen und sich folglich sehr bewusst für ein Studium an dieser Institution entschieden haben. Mit dem Umzug in die Ostschweiz und dem Verlassen des gewohnten Lebensumfeldes bestehe bei den Studenten auch ein grösseres Interesse daran, Beziehungen zu ihren Kommilitonen aufzubauen, was letztlich zur einzigartigen St. Galler Atmosphäre beitrage. «Von den neueintretenden Studierenden erwarte ich deshalb auch, diese gelebte Kultur von Erreichbarkeit, von Hiersein, von gegenseitigem Respekt und dem Willen, Teil eines Campus zu sein, weiterzutragen und zu geniessen, denn sie ist etwas sehr Spezielles.» Dass Bieger diese Philosophie selbst verinnerlicht hat, wird spätestens ersichtlich, wenn man von ihm unerwartet auf dem Flur gegrüsst wird.
Weiter wünsche er sich von den Neuankömmlingen auch eine gewisse Neugier für die Materie sowie Respekt und Dankbarkeit gegenüber dem Staat und der breiten Bevölkerung, welche das Studium hier erst ermöglichten. Ebenso wichtig seien auch eine Arbeitsplanung und überlegte Priorisierung, nicht zuletzt jedoch auch, an diesem wichtigen Lebensabschnitt Spass zu haben, Freunde zu pflegen, Sport zu treiben und die Region zu geniessen. (von Luana Rossi)

Los geht’s: Mit der Startwoche beginnt das Studi-Leben

Nun ist es also so weit: Für über 1400 Assessmentstudenten fällt heute der Startschuss in einen neuen Lebensabschnitt. Vorbei sind die Zeiten, in denen Mama die Wäsche macht und sich leckere Abendessen von alleine auf den Tisch zaubern. Auf einmal ist man auf sich alleine gestellt. Der Startschuss für den universitären Teil des Studi-Lebens ist da schon einfacher – Startwoche sei Dank! Die «Freshers’ Week» ist quasi der Crashkurs für das Studium: Die Neueintretenden erfahren nicht nur, wo sie ihre Bücher kaufen und wie in der «Bib» Bücher ausgeliehen werden können, sie lernen durch die Fallstudie auch, wie an der Universität St. Gallen gearbeitet wird.

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Komplexe Aufgaben lösen
Die Startwoche dient als perfekte Vorbereitung auf das Studium an der HSG. In kleineren Gruppen und betreut von Tutoren höherer Semester bearbeiten die Neueintretenden eine Fallstudie zum Thema «Zukunftsraum Schweiz – Risiken und Chancen». Das damit verbundene gemeinsame Lösen von komplexen Aufgaben, gemeinsame Erfolgserlebnisse und Unternehmungen sollen Kooperation, Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein und eigenständiges Denken fordern und fördern – Eigenschaften, die es an der HSG braucht.

 

Medial unterwegs
Alternativ zur Fallstudie begleiten rund zwei Dutzend Assessmentstudenten die Startwoche im Doku-Team medial auf Radio toxic.fm, auf dem Regionalsender TVO und im vorliegendem Startblatt.
Der Beginn des Studiums ist auch der Zeitpunkt für neue Freundschaften und Begegnungen. Dieser Aspekt kommt in der Startwoche dank gemeinsamem Abendprogramm ebenfalls nicht zu kurz. So wird vielleicht aus einem schüchternen Händeschütteln am ersten Tag des Studiums eine lebenslange Freundschaft, Uni und Stadt vom fremden Ort ganz bestimmt zum neuen Zuhause – willkommen!

Das gesamte Doku-Team

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