Der letzte Beitrag des Dokuteams TV!

Das Dokuteam TV auf der Suche nach arbeitenden Gruppen!

HSG-Alumni: Kennst du diese Berühmtheiten?

Als eine der führenden Universitäten im Bereich der Wirtschafts- und Rechtswissenschaften in Europa brachte die Universität St. Gallen eine Reihe von herausragenden Persönlichkeiten in Politik sowie Privatwirtschaft und Gesellschaft hervor. Damit du die wichtigsten Absolventen deiner Uni kennst, findest du nachfolgend die anonymen Steckbriefe in Formvon fiktiven Erzählungen drei ehemaliger HSGler. Kennst du sie alle? Die Lösungen findest du unter dem HSG-ABC auf Seite 3.

CEO in der Schmuckindustrie
Ich bin am 23. Oktober 1954 geboren. Nach meiner Matura habe ich zwei Jahre an der Universität St.Gallen Marketing studiert. Mein Vater Nicolas war einer der bekanntesten Unternehmer der Schweiz. Bereits 2003 übernahm ich den Posten des Chief Executive Officer im Konzern meines Vaters. Nach seinem Tod wurde ich in den Verwaltungsrat der Firma gewählt. Die Unternehmung zählt weltweit zu den wichtigsten Firmen in der Uhren- und Schmuckindustrie.

Bündnerfleisch und Bundesrat
Ich bin 72-jährig und habe 1972 mein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der HSG abgeschlossen. Von 2003 bis 2010 war ich Teil des Schweizer Bundesrates nachdem ich einige Jahre meine Partei, die FDP, im Ständerat vertreten habe. 2009 amtierte ich zudem als Bundespräsident. Mein Lieblingsessen? Vermutlich Bündnerfleisch.

Staatsoberhaupt und Fürst
Bis 1969 habe ich an der HSG BWL und VWL studiert. Ich bin in Zürich geboren, bin jedoch kein Schweizer. Seit 1989 trage ich den Fürstentitel und bin somit Staatsoberhaupt von 37000 Einwohnerinnen und Einwohnern und einer von wenigen Fürsten Europas. (Text: mo)

GEHEIMTIPS

Was gibt es Schöneres, als nach einem langen Arbeitstag in der Bibliothek mit Freunden etwas trinken zu gehen, um den Kopf einmal richtig durchzulüften? Hier drei ausgewählte Bars, bei denen es sich lohnt, vorbeizuschauen. Es hat für jeden Geschmack etwas dabei.

vdtb-10.09.15-0023Rock Story Brew: 2015 gegründet, ist diese Bar ein brandneuer Geheimtip im sogenannten Bermuda-Dreieck in der Altstadt. Bei Rockmusik kann man nebst den klassischen Getränken Biersorten aus der ganzen Welt geniessen. Im Keller braut das kreative Bar-Team sogar sein eigenes Malzgetränk. Fussballbegeisterte Biertrinker werden sich hier heimisch fühlen; die wichtigsten Spiele können live auf der Leinwand mitverfolgt werden.

Fazit: Ein Cocktail aus Fussball, Bier und Rockmusik. (www.fb.com/RockStory)

Di bis Do: ab 17 Uhr
Fr und Sa: ab 16 Uhr

 

vdtb-10.09.15-0024Galleria: Zu topaktueller House Music von lokalen DJs kann man auch in dieser Bar in der Nähe des Marktplatzes ein breites Angebot an Drinks geniessen. Das tolle Extra ist der Garten, in dem man sowohl die Sonne geniessen wie auch die Sterne beobachten kann. Der beliebte Studententreffpunkt bietet eigene Shaker-Spezialitäten an.

Fazit: Zentrale, sympathische und junggebliebene Bar. (www.galleria-sg.ch)

Di bis Do: 17–24 Uhr
Fr und Sa: 17–1 Uhr

 

 

vdtb-10.09.15-0025Oya: Tagsüber ein gemütliches Café, wandelt sich das Oya abends zu einer Bar, die auch einen breiten Veranstaltungskalender mit Konzerten und DJ-Auftritten bietet. Das skandinavische Flair spiegelt sich auch auf der Getränkekarte wider. Den Besuchern wird eine Auswahl an nordischen Biersorten angeboten. Bequeme Sitzgelegenheiten wie etwa Sessel und Couches laden zum Verweilen ein. Erwähnenswert ist, dass dieses Lokal auch für Privatveranstaltungen gemietet werden kann.

Fazit: Wandlungsfähige Location mit skandinavischem Touch. (www.oya-bar.ch)

Di bis Do: 9–24 Uhr
Fr und Sa: 9–1 Uhr

Qualm-Käfer und bunte Leute

Ein weiterer Tag ist vergangen. An der Uni wurde auch heute hart gearbeitet und weil sich das Wochenende bereits in Sichtweite befindet, wollten wir von den St. Galler Locals wissen, wo es die Leute in der Nacht hinzieht. (Bild: Livia Eichenberger) 

15-09-07_StartwocheAusgang_jpeg-Startblatt-0201

Lauschige Plätzchen fürs erste Date

Wow! St. Gallen hat noch mehr zu bieten als Schule und Arbeiten. Auf was die St. Galler Frauen stehen und wo man sein erstes Date am besten ausführt, verraten uns die Einheimischen. (Bild: www.funtastico.de)

Kitsch

Wohltäter oder Geizhals?

Im Startwochencaf´e bezahlt jeder so viel in die WertBox, wie ihm «gratis» wert ist. (Bild: Felix Brugger)

Im Startwochencafé bezahlt jeder so viel in die WertBox, wie ihm «gratis» wert ist. (Bild: Felix Brugger)

Universität St. Gallen, sechster Platz unter den Business Schools in Europa, Mekka für die Jünger des Kapitalismus. Ausgerechnet hier hat während der Startwoche ein Projekt Schule gemacht, welches zum Nachdenken über den Massenkonsum anregen soll, welches eine andere Form des Wirtschaftens testet. Es stellt einen Gegenentwurf zu der bedingungslosen Verehrung von Angebot und Nachfrage dar: die WertBox. Wie viel ist dir das Angebot wert, wie viel gibst du freiwillig?

Hemmschwelle sinkt
Die WertBox ist Teil des Startwochencafés, das sich dieser Tage zum Lieblingsort der Assessies mausert. Das Café versorgt die angehenden Studenten mit Kaffee, Süssgetränken und ganz unterschiedlichen Snacks. Wie viel Franken jeder in die unscheinbare WertBox wirft, bleibt ihm überlassen – manche zahlen jedes Mal, andere haben am Anfang gezahlt – doch nehmen sie die Versorgung mit der Zeit als immer selbstverständlicher wahr. Auch den engagierten Studenten der Support Crew, die im Café arbeiten, fällt auf, dass viele Assessies freiwillig nicht bereit sind, etwas zu geben. Die Artikel stammen von Sponsoren, die die Zuständige aus dem Campus Credit Team, Lucie Bischof, im Vorhinein angefragt hat. Organisiert wird die WertBox von ihr, den anderen drei Mitgliedern des Campus Credit Teams und der Projektleitung der HSG. Letztes Jahr wurden für das Projekt «Schutzwald », welches sich für das Pflanzen neuer Bäume einsetzt, rund 2500 Franken gesammelt.

Abwechslung für kranke Kinder
Steht man gerade in der Schlange an und freut sich schon auf sein heiss geliebtes Lebenselixier am Morgen, wird man von einem Infoscreen über das Projekt, dem das gesammelte Geld dieses Jahr zugute kommt, in Kenntnis gesetzt. Dieses Jahr wird das Geld an die Stiftung Theodora gespendet. Die 1993 gegründete Stiftung bildet professionelle Artisten aus, die in 54 Spitälern schweizweit den Kindern eine Abwechslung zum ernsthaften und eintönigen Klinikalltag bieten. Zusätzlich betreut die Stiftung zwei Projekte für Kinder mit Behinderung und unterstützt die Spitalclowns durch psychologische Beratung, um mit Belastungen, die mit dem Beruf einhergehen, zurecht zu kommen. Auf die Frage, warum dieses Projekt gewählt wurde, erklärt Lucie Bischof, das Team habe nach dem letztjährigen Projekt ein Vorhaben gesucht, mit dem sich die Studenten besser identifizieren können.

Ideen für die Zukunft
Vielleicht kann die WertBox die angehenden Studenten ja für ihre Zukunft dazu anregen, über Alternativen zu dem vorhandenen System nachzudenken und über den Tellerrand hinaus zu schauen. Schliesslich zeigt gerade dieses Projekt, dass die HSG offen ist für neue Ideen und Konzepte. Und vielleicht kann dieser Artikel ja bewirken, dass der eine oder andere seinen persönlichen Umgang mit dem Projekt Wert- Box bis Freitag nochmal hinterfragt. (Text: Tabea Wich)

Zwischen zwei Welten

Topmanager Dr. Burkhard P. Varnholt ist CIO bei Julius Bär. (Bild: Felix Brugger)

Topmanager Dr. Burkhard P. Varnholt ist CIO bei Julius Bär. (Bild: Felix Brugger)

Investment Banking Morgan Stanley, ehemaliges Mitglied der Credit-Suisse-Geschäftsleitung, Träger des SwissRe-Milizpreises und ehemaliger CIO bei Bank Sarasin. Der 1968 in Köln geborene Burkhard Varnholt hat eine Bilderbuchkarriere hinter sich. Eine Persönlichkeit, die mit einem Auftritt am HSG-Alumni- Abend zu fesseln wusste. Der eloquente und extrovertierte Manager ist auch Familienvater und Gründer eines Kinderdorfs. Varnholtwarlange nicht sicher, ob die HSG die richtige Uni für ihn sei. Obwohl er den HSG-Aufnahmetest für Ausländer erfolgreich absolvierte hatte, startete er zuerst in Köln mit einem Jurastudium. Der Grund für den Wechsel an die HSG war ein Freund, der ihn bereits nach zwei Wochen überzeugen konnte. In St. Gallen startete er also 1986 mit BWL seine Uni-Karriere, welche noch bis 1994 dauern sollte.

Waisendorf in Uganda
Nachdem Doktorat an der HSG arbeitete Varnholt bei Morgan Stanley in London. Eine Zeit, in der er sieben Tage die Woche rund um die Uhr präsent sein musste. Eine solche Arbeit ist nicht in jedem Alter möglich. Mit sportlichen Mitte 20 war solcher «Hochleistungssport» machbar. Nach den Erfahrungen in London war Varnholt während 10 Jahren bei der Credit Suisse Mitglied der Geschäftsleitung. In dieser Zeit entstand die Organisation Kids of Africa, welche als Verein ein Waisendorf betreut. Ein Bettelbrief im Jahr 2004 war der Auslöser für die Aktion: Varnholt beantwortete diesen, und aus dem Briefkontakt ging eine Unterstützung hervor. Heute ist Varnholt Gründer und Betreiber eines Waisendorfes in Uganda und unterstützt so Kinder mit einem schweren Schicksal.

Erinnerungen an das Studium
Wie erlebte Varnholt seine Zeit an der HSG? Die ersten Semester hat er als fordernde, interessante und abwechslungsreiche Zeit in Erinnerung. Stichworte, die womöglich die meisten Studenten mitdemeigenen Studiumsanfang verbinden können.

«Erfolg ist einfach: Er folgt»
Arbeitsstrategien und Tips für die erste Zeit gibt’s viele. Sollten die drei wichtigsten Tips für ein erfolgreiches Studium genannt werden, so würden sich diese für Varnholt folgendermassen gestalten: «Erstens, arbeitet systematisch und konzentriert euch auf die Dinge, die ihr am besten könnt.» «Zweitens, lernt. Seid nicht zu fest fokussiert auf den Ausgang des Studiums. Das Wort ‹Erfolg› würde sich selbst bereits gut beschreiben: Er folgt.» «Drittens, nutzt eure Zeit! Schaut über den Tellerrand hinaus, verliert keine Zeit und bereist dieWelt!» Als Ergänzung zum systematischen Arbeiten und Fokussieren und auf die Frage, wie man Studium und Ausgang miteinander verbinden sollte, ergänzt Varnholt: «Man kann nicht König der Nacht und des Tages gleichzeitig sein.»

Im Hier und Jetzt leben
Heute wohnt Varnholt in Zürich im «Schiffsbau» im trendigen Kreis 4, einem Haus, das seine Frau, welche Architektin ist, gebaut hat. Varnholts haben zwei Söhne (zehn und zwölf). Ob auch sie einst in die Fussstapfen des Vaters treten, ist noch unklar. Einer der Söhne scheint schon andere Ziele zu verfolgen und möchte Fussballstar werden. An seiner Karrierenplanung soll sich nichts ändern: Im Hier und Jetzt leben und mit den Gedanken nicht nur beim nächsten Karriereschritt zu sein, sei der nachhaltigste Weg. Seine Karriere sei nicht das Resultat einer minutiösen Planung, sondern aus einer Abfolge von Zufällen hervorgegangen, sagt er. (Text: Daniel Bötticher und Felix Brugger)

Frage des Tages

«Was trägst du persönlich zur Fallstudie bei?»

 

vdtb-10.091

Valentin (18): Das Thema Flüchtlingspolitik interessiert mich persönlich sehr. Meine Expertengruppe erstellt zu dieser Thematik konkret ein Worst-Case- Szenario. Die Arbeit läuft gut, natürlich sind aber nicht alle gleich motiviert, Zeit in das Projekt zu investieren.

 

vdtb-10.092

Maurice (23): Wir bearbeiten ein Szenario zu Hitze und Dürre. Mir ist es wichtig, das Projekt kritisch zu hinterfragen. Es ist nicht immer einfach, einen gemeinsamen Kontext zu finden, da jeder eine andere Arbeitsweise hat.

 

vdtb-10.093

Hannah (20): Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden mit unserer Gruppenarbeit, auch wenn unser Thema nicht viel Kreativität zulässt. Wir setzen uns mit dem Fall eines Lebensmittelskandals auseinander, wo es nicht immer einfach ist, konkrete Beispiele zu finden.

«Gaudeamus igitur» hoch über St. Gallen

Samuele Barbera, Präsident der Emporia-Alemannia San Gallensis. (Bild: Felix Keckeis)

Samuele Barbera, Präsident der Emporia-Alemannia San Gallensis. (Bild: Felix Keckeis)

Studentenverbindungen werden gemeinhin den postmodernen Trinkgelagen zugeordnet. Der Wandel der Zeit macht auch vor diesen traditionsreichen Vereinen nicht halt – eine Momentaufnahme.

Vom Treffpunkt bei der Fliege Erika geht Samuele v/o Moderat (im Bild), Präsident der Studentenverbindung Emporia, in einen ruhigeren Teil der zur Zeit sehr gut besuchten Uni. Er trägt seine «Farben» bestehend ausMutz (Hut), einem glitzernden und klimpernden Anhänger, der «Bierzipfel» genannt wird, und dem farbigen Band. Blau, silber und schwarz repräsentativ für Treue, Ehre und Pflicht.

Geselligkeit mit Tradition
Man lege Wert auf die Dauerhaftigkeit und Verbindlichkeit der hier geschlossenen Freundschaften, welche meist lange über das Studium hinaus bestehend blieben, wie Samuele Barbera erklärt. Auch Disziplin undHierarchie sind ein Thema. So verhält man sich bei den wöchentlichen Treffen gemäss dem Regelwerk – dem Comment: Die «Füxe» servieren den älteren «Burschen» ihr Bier. Die Aufgaben und Zuständigkeiten sind klar geregelt. Mehr Rechte heisst auch mehr Pflichten. Bis zu ihrer «Fuxifikation » sind die Neumitglieder zwar nur Ausführende, aber dafür auch nicht mit Organisatorischem betraut. «Diese Verhaltensregeln sind wichtig, so dass der gesellige Betrieb nicht zum Saufgelage ausartet.» sagen auch Philipp v/o Lancelot und Carole v/o Havana von der Verbindung Notkeriana, die auch Frauen aufnimmt. Eine Ausnahme in der St. Galler Verbindungslandschaft, doch seien die weiblichen Verbindungsbrüder inzwischen nicht mehr wegzudenken. «Dafür kennen wir keine Nachwuchssorgen ». Die gleiche Tradition werde heute anders ausgelebt. Vorbei sind auch die Zeiten, wo die meisten Verbindungen noch «schlagend» waren, d. h. das Fechten fest dazugehörte. Auch der Bier-Comment wird längst nicht mehr bis zum Trinkzwang ausgelebt. Man erlebe Rückhalt statt Demütigung, familiäre Umgang statt Repression. «Es gilt einige Vorurteile zu revidieren.» sagen Philipp und Carole.

Ein Teil der HSG
Besonders bei Bachelor- oder Master-Graduations treten die an der HSG aktiven Studentenverbindungen in Erscheinung. Jeweils drei Mitglieder samt Fahne schaffen zusammen ein Arrangement, welches durch das Singen des altehrwürdigen Studentenliedes «gaudeamus igitur» abgerundet wird. Auch wenn man nicht mehr wie früher die gesamte Festgesellschaft auf einem Umzug nach der Feier zum Vadiandenkmal führt, um dort die Graduation abzuschliessen, haben diese Worte ihren Zauber und ihre ursprüngliche Bedeutung nicht verloren. (Text: Jonas Streule)

Page 1 of 41234