Die alles entscheidenden Schlussminuten rücken näher

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Mit der richtigen Taktik gewinnt man nicht nur im Sport, sondern auch in der «Fallstudien-Partie» den Meistertitel: das Wochenende in Davos. (Bild: Frédéric Baur)

Die zweite Halbzeit der «Fallstudien-Partie» ist bereits angebrochen. Währenddem einige der 60 Fallstudien-Gruppen schon über konkrete taktische Vorstellungen für das am Freitag vorzustellende Schlussprodukt verfügen, wird in anderen Teams unverbindlich über Bastelideen mit Pet-Flaschen, fehlendes Talent für eine Poetry- Slam-Darbietung und zeitraubende selber verfasste Raps philosophiert. Den aktuellen Rückstand gilt es in Windeseile wettzumachen. Dafür stehen die Coaches (Tutoren) und vor allem die Spielerkader (die Assessies) in der Pflicht – die Uhr tickt unerbittlich. Auf Gewinnchancen des eigenen Teams angesprochen, erhält man im Halbzeit- Interview vorsichtig formulierte Antworten. Oft ist von «Aussenseiterchancen » die Rede.

Vom Bundesrat aufgeboten
Einige Studenten nehmen die Bearbeitung der Fallstudie als Beschäftigungstherapie wahr, andere schätzen die sehr realistischen Szenarien, die in der Fallstudie abgehandelt werden. Dass die Ansetzung des Spiels – der Auftrag – im Namen des schweizerischen Bundesrats erfolgte, stösst auf unterschiedliches Echo. «In der aktuellen Situation fühle ich mich kaum verantwortlich. ImErnstfall wäre es aber natürlich eine Ehre, vom Bundesrat beauftragt zu werden », meint die Assessment-Studentin Beatrice Borio. Andere verlieren hingegen keinerlei Gedanken an den prominenten Auftraggeber.

Lucky Punchs in letzter Sekunde
Für die Fallstudien-Gruppen ist die Schlussphase endgültig angebrochen – in wenigen Stunden steht der Schlusspfiff und die Abgabe des Risikoberichts bei der Bundeskanzlei an. Bis dahin werden durch Lucky Punchs die Aussenseiterchancen aufpoliert und apokalyptische Entwicklungen munter weitergesponnen. Der zu gewinnende Meistertitel ist Motivation genug. (Text: Frédéric Baur und Fabian Kleeb)

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